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Über unsere Kirche / Mitarbeiter

 

Im Jahre 1537 baute der Waldarbeiter Urban Männel seine Hütte auf den Fluren der "Schönen Heide" und 12 Jahre später, anno 1543 findet sich die Ortsgründung der Gemeinde Schönheide verzeichnet. Es lag wohl hauptsächlich am Geldmangel der Einwohnerschaft, dass 1559 vorerst nur eine Friedhofskapelle auf dem heutigen Rathausplatz errichtet wurde, der danach 300 Jahre als Gottesacker diente. Die Schönheider mussten bis ins 18 km entfernte vogtländische Auerbach pilgern, um einen Gottesdienst besuchen zu können.

 

Erst am 10. Oktober 1596 konnte die Schönheider Einwohnerschaft eine eigene Kirche weihen. Ein besonderer Segenstag war es für die Gemeinde, als am 26. Februar 1677 der erste selbständige Gemeindepfarrer, Johann Christoph Vogel in das neuerbaute Pfarrhaus einzog. Sohn und Enkel folgten ihm im Amt als Pfarrer zu Schönheide.

Die Amtszeit dieser Theologenfamilie belief sich auf 104 Jahre.

 

In den Jahren 1692-99 legte man Hand an das Schönheider Gotteshaus, um es zu vergrößern. Die Freude an der mit 2 Emporen versehenen Kirche währte bis zum 9. Januar 1764 - während eines Abendmahls stürzte das Bauwerk ein und begrub den 15 jährigen Sohn des Böttchermeisters Thän unter den Trümmern, 10 weitere Gottesdienstbesucher wurden schwer verletzt. Der stabile Kirchturm wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. In den nächsten 9 Jahren fanden die Gottesdienste in einer "Notkirche", einem Holzschuppen statt. Erst am 1. Mai 1766 begann die Gemeinde mit dem Wiederaufbau eines größeren Kirchenschiffs, das ab 1773 notdürftig fertig gestellt von den Schönheidern genutzt werden konnte. 

 

Nach Missernten, Hunger und Pest nahm die Gemeinde erst am 3. August 1793 ihr Gotteshaus wieder in Besitz.

Bis 1835 wurde dann auch die farbliche Gestaltung des Innenraums abgeschlossen. Im Zuge der Industrialisierung erhielt die Kirchgemeinde im Jahre 1902 finanzielle Zuwendungen der Familien von Querfurth (Eisenwerk Schönheiderhammer) und Flemming (Flamingo Bürstenwerke) für umfangreiche Umbaumaßnahmen, die dem 1.100 Sitzplätze umfassenden Innenraum der Martin- Luther- Kirche ein neues Aussehen verliehen. Der Altar im klassizistischen Stil, das wohl älteste Stück des Kirchenraumes, wurde von seinem Platz am Eingang des Altarraums bis an die ehemalige Ostwand der Kirche zurückgesetzt. Im Neobarock entstand dahinter eine neue Sakristei an der Kirchenostseite. Der Altarraum wird noch heute von dem 1775 aus Crottendorfer Marmor gefertigten Taufstein geschmückt. Rechts und links neben dem Altar errichtete man die von Familienwappen gekrönten Logen für die Familien von Querfurth und Flemming. Dazwischen fand die Kanzel ihren Platz. Sie bildet mit dem Altar eine Einheit. Darin drückt sich der protestantische Grundgedanke aus: das Wort ist ebenso wichtig wie das Sakrament, die Verkündigung steht im Zentrum des evangelischen Gottesdienstes.

 

Die Stuckdecke in 15m Höhe, an hunderten Drähten von der ursprünglichen Decke abgehängt und mit einer dem Rokoko entlehnten Balustrade versehen, erhielt 1902 ihr heutiges Aussehen. Der älteste Kronleuchter in der Kirchenmitte stammt von 1708 und wurde später durch weitere, ähnliche Leuchter ergänzt. Durch die Umgestaltung des Chorraums ging der Platz für die ursprüngliche barocke Trampelie Orgel an der Ostseite verloren. An der gegenüberliegenden Westseite, errichtete man in Höhe der 2. Empore eine große Jehmlich Orgel, versehen mit 2406 Pfeifen, 40 Registern, 2 übereinander liegenden Manualen und einer pneumatischen Traktion. Der Prospekt der alten Orgel wurde geschickt in den neuen Orgelprospekt integriert. Im Zuge der Renovierung des Innenraums wurde auch die Orgel komplett überholt. 

 

Der vermutlich 1596 erbaute und 1692 mit dem achteckigen Aufbau versehene Turm ist der älteste Teil der heutigen Kirche und bis zur Turmspitze 43,5m hoch. Er beherbergt in seinem Glockenstuhl 3 Glocken. Die mittlere Glocke wird vom Amtssiegel der Kirchgemeinde, dem sächsichen Wappen und elf Zunftzeichen geschmückt und wird Meisterglocke genannt. Sie läutet beim Vaterunser, bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Die beiden anderen Glocken wurden Opfer der Kriegsrequirierung von 1914. Im Jahre 1921 wurde das Geläut durch neue Glocken aus Eisenhartguss ersetzt, gegossen und gestiftet von der Schönheider Gießerei Unger& Söhne. 2012-2014 konnten zwei neue Bronzeglocken angeschafft werden, gegossen bei der Fa. Bachert in Karlsruhe. Gemeinsam mit der historischen Meisterglocke bilden sie seitdem ein wohltönendes dreistimmiges Geläut in einem neuen Eichenholzglockenstuhl.

 

Die umfangreiche Außen- und Innenrenovierung unserer Martin- Luther- Kirche wurde 2008 mit der Renovierung der Jehmlich Orgel abgeschlossen. Die Kirche bildet heute ein bedeutsames Ensemble zusammen mit der "Alten Pfarre" und dem Schönheider Rathaus. Für uns Christen ist es jedoch viel mehr als ein Denkmal - es ist Ort des Gottesdienstes, der Stille, des Gebets. Deshalb wünschen wir uns, dass Sie außer den architektonischen Besonderheiten auch den Charakter des Gotteshauses achten. Hierher kommen Menschen, um Gott nahe zu sein und Gottesdienst zu feiern, hier versammelt sich eine aktive, lebendige Gemeinde zu freudigen, traurigen und ganz gewöhnlichen Zeiten.

 

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und eine gute Zeit in unserer Martin-Luther-Kirche.

 

Unsere Mitarbeiter

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Pfarrer

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Silvio Marschner, Gemeindepädagoge & Religionslehrer

Die Pfarrstelle in Schönheide ist seit dem 1. August 2019 vakant.

Als Vertretung ist Pfarrer Jens Giese, Sosa eingesetzt.

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Kathrin Binner,
Mitglied im Kirchenvorstand

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Cindy Graupner,
Mitglied im Kirchenvorstand

Geburtsjahr 1974

Beruf.: PTA

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass unsere Gemeinde lebendig bleibt, eine Brücke bauen zwischen jung und alt, Tradition bewahren, aber auch moderne, familienfreundliche Impulse mit einfließen lassen...denn nur so ist Kirche zukunftsfähig.

Ich, Cindy Graupner, wurde 1974 in Schlema geboren und bin mit Thomas Graupner verheiratet.
Gemeinsam haben wir 3 Kinder und eine Enkeltochter. Anfangs Teilnehmerin im Mutti-Kind-Kreis, übernahm ich nach der Geburt unseres dritten Kindes die Leitung, was mir immer sehr viel Spaß machte. Im Laufe der Jahre kamen noch einige Ehrenämter dazu.
Ich wurde 2002 in den Kirchenvorstand berufen, bin also schon seit fast 20 Jahren dabei. Mir liegt immer noch der Aufbau unserer Gemeinde am Herzen. Gerade für Kinder und Jugendliche können wir noch viel bewegen.
Glaube bedeutet für mich: Vertrauen auf Gott und ich weiß, egal was passiert, ich bin nicht allein.

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Mandy Heine,
Mitglied im Kirchenvorstand

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Mike Höpke,
Mitglied im Kirchenvorstand

Ich heiße Mandy Heine und bin am 29.03.1983 geboren.

Ich bin gelernte Heilerziehungspflegerin und arbeite in einer Behindertenwerkstatt. Es bereitet mir große Freude, den behinderten Menschen zu helfen und sie im Alltäglichen zu unterstützen. 

Seit Dezember 2020 bin ich im Kirchenvorstand.

Es ist mir wichtig, mich aktiv im Gemeindeleben einzubringen und mitzuwirken. Ich freue mich auf alle Erfahrungen.

Der tragende Grund meines Glaubens, ist Jesus Christus. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, Freude und Frieden, dass er all unsere Sünde auf sich genommen hat. Dieses große Geschenk, nehme ich überaus dankbar an.

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Image by Chien Nguyen Minh

Ulf Leichsenring
Mitglied im Kirchenvorstand

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Hans-Dieter Lenk
Mitglied im Kirchenvorstand

Geburtsjahr: 1974

 

Beruf: Bankkaufmann

Nach meiner zweiten Berufung in den Kirchenvorstand sehe ich meine Hauptaufgabe darin, die Kirchgemeinde im Verbund der Kirchgemeinden rund um die Talsperre Eibenstock zu vertreten. Dabei ist mir wichtig, das Zusammenwachsen der Schwestergemeinden mitzugestalten und Schönheide darin bestmöglich zu integrieren. Der Erhalt eines lebendigen Gemeindelebens, vielseitige Angebote in der Kirchgemeinde Schönheide und in den Nachbargemeinden sowie ein reger Austausch untereinander sollen die Schwestern stärken und die Gemeinschaft fördern und wachsen lassen.

Geburtsjahr: 1959

 

Beruf: Funkmechaniker

 

Es ist für mich eine Ehre, seit 1996 die Entwicklung unserer Gemeinde im Kirchenvorstand mit zu verantworten. Mich begeisterte schon immer die Elektrotechnik, diese Gabe bringe ich in das Gemeindeleben ein.

Sehr große Freude bereitet mir die Arbeit im Team des Kirchenvorstandes, auch wenn dabei schwere Entscheidungen mit
zu tragen sind.

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Thomas Pestel,
Mitglied im Kirchenvorstand

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Andreas Schubert,
Mitglied im Kirchenvorstand

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Geboren wurde ich am 17. April 1966 in Erlabrunn, hab dort aber nur kurz verweilt und lebe seitdem in Schönheide- und dies durchaus von Herzen. Ich bin in 2. Ehe mit Christin Lorenz- Schubert verheiratet und habe einen Sohn- Stefan- aus 1. Ehe. Gelernt habe ich Karosseriebauer und übe diesen Beruf bis heute aus. Außerdem fertige ich in meiner Werkstatt „Bürschtenbaamle“. Die Tätigkeit im Museum ist ebenso Ehrenamt mit Begeisterung wie bei „Kreuzschnabel“ Musik zu machen. Kirchenglied bin ich seit meiner Taufe vor 48 Jahren, verstärkt aktiv und verankert nach 2003. 2005 wurde ich als Einwechsler in den Kirchenvorstand berufen. Gemeindeaufbau und ein buntes Gemeindeleben, in das sich Viele mit ihren Gaben einbringen, liegen mir besonders am Herzen. Das ich selbst Christ geworden bin, war nicht unbedingt zwangsläufig. Ein guter Freund hat mich in die „Jugendstund“ mitgeschleppt, ich fühlte mich bald heimisch und durfte schließlich die persönliche Begegnung mit dem lebendigen Christus machen. Das prägt mein Leben bis heute. Deshalb glaube ich, wir sollten als Kirche immer auch nach außen wirken- denn wir haben tatsächlich was zu bieten.

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Markus Trommer,
Mitglied im Kirchenvorstand

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Markus Urban,
Mitglied im Kirchenvorstand

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